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SEKA-Journal Nr. 15 - Dezember 2004 |
Splitska/Brac, Oktober 2004
Liebe SEKA-Freundinnen und Freunde,
Hier ist es also wieder einmal, das SEKA-Journal, diesmal die Nummer 15, fast möchte ich sagen: trotz allem ...
Alle, die SEKA länger kennen, wissen, dass wir mehr und mehr um unsere Existenz kämpfen müssen - wie alle Projekte hier in der Region. Doch für viele anderen ist die Lage noch schwieriger als für SEKA.
Denn - trotz dem die grossen internationalen Organisationen sich fast alle aus der "Balkan"-Region zurückgezogen haben, UNHCR (UNO-Flüchtlingshilfswerk) und OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit) immer mehr ihrer Büros schliessen, trotz dem kaum irgend eine Zeitung, ein Radiosender oder gar das Fernsehen mehr über die Situation in den ehemaligen Kriegsgebieten Bosnien-Herzegowinas oder Kroatiens berichten, trotz dem diese Region auch in SpenderInnen-Kreisen völlig "out" ist, trotz all dem - sind viele Menschen SEKA in den letzten Jahren treu geblieben.
Viele von Ihnen / Euch überweisen seit Jahren regelmässig kleine und grössere Spendenbeträge; einige von Euch / Ihnen lassen sich immer neue kreative Möglichkeiten einfallen, auf SEKA aufmerksam zu machen, zu informieren, Spenden zu sammeln und Förderinnen und Förderer zu gewinnen - und das in einer Zeit, in der es sehr mühsam ist, das Interesse der Menschen für so ein "unaufregendes Projekt" zu wecken. Sie und Ihr alle helft SEKA, den langen Atem zu bewahren, den wir brauchen, um hier in der Region langfristig etwas zu verändern, für Frauen und Kinder, für Frieden, für die Opfer von Krieg und Gewalt, für Menschenrechte.
Denn die Wunden und Verheerungen des Krieges in der Seele der Menschen zeigen sich erst jetzt wirklich. Und von alleine heilen sie nicht. Das beschreibt Esma D. sehr eindrucksvoll in diesem Heft.
Sie und Ihr alle helft uns seit Jahren - mit Spenden, mit Ermutigung, mit Eurer treuen Unterstützung und Eurem Glauben an den Sinn unserer Arbeit.
Dafür danken wir Euch und Ihnen - im Namen all derer, die SEKA noch lange brauchen werden.
Und nun möchte ich Ihnen wie immer kurz den Inhalt unseres Hefts vorstellen:
Wir hoffen, dass auch das 15. SEKA-Journal für Sie interessant ist und Ihnen unsere Arbeit und deren Notwendigkeit nahe bringt. Wir freuen uns über Ihre Rückmeldungen und Anregungen. Bitte schreiben Sie uns auch Kritik oder, welche Themen Sie besonders interessieren.
Wir wünschen Ihnen nun eine schöne Vorweihnachtszeit, geruhsame Feiertage und ein friedliches und glückliches Jahr 2005.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr SEKA-Team:
Gabriele Müller, Mirjana Bilan, Vesna Šobot, Marija und Fani Mišetic und Vera Dacic