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SEKA-Journal Nr. 11 - Dezember 2002 |
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"... die Freiheit, die ich in SEKA fühle ..." |
Vahida Selimovic-Bijedic ist Psychologin und kommt aus Zepce, Zentralbosnien. Sie hat als Bosniakin selbst Vertreibung und Flucht aus ihrer Heimatstadt erlebt und die Kriegsjahre als Flüchtling in Zenica verbracht, wo sie therapeutisch mit kriegstraumatisierten Frauen und vor allem Kindern gearbeitet hat. Vor kurzem ist sie nach Zepce zurückgekehrt und arbeitet nun dort als Schulpsychologin. Vahida S.-B. ist Teilnehmerin der zweiten Psychodrama-Fortbildungsreihe im SEKA-Haus. Bereits im Sommer 2000 hatte sie das SEKA-Team während eines Er-holungsaufenthalts als Kollegin unterstützt. Im Sommer 2002 -arbeitete sie als Therapeutin mit den Frauen / Mädchen der 1. Gruppe.
Mirjana Bilan sprach mit Vahida S.-B. über deren Arbeit mit der Gruppe im SEKA-Haus.
Du hast nun das zweite Mal eine der Sommergruppen im SEKA-Haus begleitet - die Gruppe aus Mostar und Nevesinje. Wie hast Du diese Zeit im SEKA-Haus erlebt? War es für Dich anstrengend - dieses intensive Zusammensein mit Frauen und Kindern?
Vahida S.-B.: Es war schon eine sehr intensive Zeit, diese zwei Wochen von morgens bis spät abends immer mit einer so großen Gruppe zusammen zu sein, von denen alle ein großes Bedürfnis nach Kontakt, Gespräch, Zuwendung hatten. Aber mir gefällt diese Art Arbeit sehr, so dicht an den Bedürfnissen der Frauen und Kinder. So präsent sein und gleichzeitig sehr flexibel auf das eingehen können, was von ihnen kommt. ... Und wir hatten ja einfach auch viel Spaß zusammen. ... Dazu kommt die Schönheit des Meeres und der Insel Brac - das hat auch für mich jedes Mal etwas Heilendes.
Du hast sowohl mit den Mädchen bzw. jungen Frauen gearbeitet als auch mit den älteren Frauen. Wie hast Du diese Arbeit erlebt? Mit welchen traumatischen Erfahrungen / Problemen sind die Frauen / Mädchen zu SEKA gekommen?
Vahida S.-B.: Wir hatten ja in dieser Gruppe quasi drei Untergruppen: die älteren Frauen, die jungen Frauen und Mädchen zwischen 15 und 25 Jahren und nur drei kleinere Kinder von 6 bis 12 Jahren. Ich habe gemeinsam mit Gabi Müller die Gruppe mit den älteren Frauen geleitet und gemeinsam mit Dubravka Tokic die Gruppenarbeit mit den jungen Frauen. Außerdem habe ich zusätzlich einzeltherapeutisch mit einigen der jungen Frauen gearbeitet und war insbesondere während der Ausflüge zum Strand Ansprechpartnerin für alle. Da wir die Gruppe je nach Bedürfnissen öfter geteilt haben, war ich dann jeweils einen Tag mit den jungen Frauen unterwegs und den anderen Tag wieder mit den älteren Frauen und den Kindern ...
Tja, mit welchen Traumata und Problemen sind die Frauen gekommen? ... Ich will mal mit den jungen Frauen / Mädchen anfangen: Grundsätzlich waren da bei allen die traumatischen Erfahrungen des Krieges, teilweise auch die Trennung von den Eltern, aber auch aktuelle Probleme in der Beziehung zu den Eltern, zu Freundinnen und Freunden, die Frage der Entwicklung einer eigenen Identität, das Thema Macht-Ohnmacht, sowohl in der Beziehung zu den Eltern als auch bzgl. der gesellschaftlichen Bedingungen, z.B. als Angehörige einer Minderheit. Wichtig, vor allem in der Gruppenarbeit waren Themen wie Kommunikation, konstruktive Konfliktlösung, sich selber zu behaupten, eigene Bedürfnisse benennen und einfordern und Grenzen setzen. Auch das oft zwiespältige Verhältnis zum eigenen weiblichen Körper war ein wichtiges Thema.
Mit den jungen Frauen haben wir viel mit Bewegung und kreativen Techniken, z.B. Malen gearbeitet, aber auch mit Psychodrama-Elementen oder Phantasiereisen. Die Mädchen hatten gleichzeitig ein großes Bedürfnis, etwas zu erleben, Unternehmungen zu machen, die Insel kennen zu lernen, zu tanzen, einfach Spaß zu haben. Da haben wir sehr darauf geachtet, daß das auch nicht zu kurz kam, bei all den ernsten Themen oder auch den Konflikten, die wir in dieser Gruppe bearbeiten mußten.
Welche Konflikte gab es in dieser Gruppe?
Vahida S.-B.: Zum einen mußten sich die jungen Frauen ja zuerst mal in der Gruppe zusammenfinden. Da gab es natürlich Themen wie Konkurrenz oder Eifersucht, wenn die beste Freundin z.B. sich mit anderen Mädchen aus der Gruppe anfreundete. Einige Konflikte hatten die Mädchen schon von zu Hause mitgebracht, das waren Konflikte, die mit dem Umfeld dort zusammenhingen und die dann in der Gruppe aufbrachen. Wir hatten zwei, drei sehr dynamische Tage, an denen ständig irgendeine abreisen wollte. Wir haben dann in zahlreichen Krisengesprächen sowohl mit den Einzelnen, in kleinen Gruppen oder in der Gesamtgruppe die unterschiedlichen Hintergründe für die Konflikte herausgearbeitet. Die Konflikte konnten schließlich auf der Gruppenebene und in den Beziehungen untereinander geklärt werden. Gleichzeitig haben sich dadurch aber auch für viele der jungen Frauen sehr persönliche Fragen und Probleme herauskristallisiert, die wir dann in der Einzelarbeit weiter bearbeitet haben. So gesehen bedeutete die Arbeit mit der Gruppe der jungen Frauen schon eine gewisse Herausforderung auch für uns Mitarbeiterinnen. Aber - auch aus den Rückmeldungen der Teilnehmerinnen - weiß ich, daß diese Erfahrung für die Mädchen sehr wertvoll war. Ganz besonders, wenn ich daran denke, wie leider üblicherweise Konflikte - besonders in unserer vom Krieg geprägten Gesellschaft - entweder unterdrückt werden - oder eben durch Gewalt und Machtmißbrauch entschieden.
Wie hast Du die Arbeit mit der Gruppe der älteren Frauen erlebt?
Vahida S.-B.: Wenn ich an diese Frauen denke, spüre ich noch immer ein tiefes Gefühl der Wärme. Es waren zum großen Teil Frauen im Alter von Mitte 50 bis Mitte 60 Jahren. Sie hatten alle sehr schwere Traumata durch Krieg und Verfolgung erlebt. Viele von ihnen waren, z.B. als Angehörige einer Minderheit, direkt mißhandelt und mit dem Tode bedroht worden. Eine Frau hatte das "Heliodrom" überlebt. Einige hatten aber auch noch unverarbeitete traumatische Erlebnisse aus der Zeit vor dem Krieg. Es gab daher ein ganz großes Bedürfnis nach Gesprächen und nach Zuwendung und Trost. Alle Frauen dieser Gruppe leben auch heute unter sehr schweren Bedingungen. Die meisten haben nur eine winzige Rente oder sind auf die Hilfe von Verwandten angewiesen. Einige von ihnen sind sehr krank. Für sie war der Aufenthalt in Kuca SEKA ein unvorstellbares Geschenk.
Was mich an den Frauen begeistert und sehr berührt hat, war ihre Fähigkeit, trotz der leidvollen Erfahrungen jeden Moment des Aufenthalts auf Brac zu genießen. Ich sehe sie vor mir, wie sie das Schwimmen im Meer genießen, die Sonne, das Zusammensein. Ich hatte das Gefühl, als ob sie wie ein Schwamm alles in sich aufnahmen und in sich bewahrten. Es war so schön zu erleben, wie sie sich öffneten, wie schnell sie Vertrauen fassten und wie ihre Gesichter von Tag zu Tag entspannter und fröhlicher wurden. Etwas Besonderes fand ich auch, wie sehr sie sich gegenseitig unterstützten, obwohl die meisten sich zuvor nicht gekannt hatten.

Welche Angebote habt ihr den Frauen gemacht und wie haben sie diese angenommen?
Vahida S.-B.: Für die älteren Frauen waren, denke ich, sowohl die Einzelgespräche wichtig, ob am Strand, abends auf der Terrasse, oder bei Spaziergängen. Sie ergaben sich aus dem zwanglosen Zusammensein, dadurch daß wir als Therapeutinnen eben einfach präsent waren. So konnten sie uns kennenlernen und Vertrauen entwickeln. Aber auch die Gruppenarbeit war für die Frauen sehr wichtig. Allerdings mußten wir darauf achten, daß nicht die schweren Themen überhand nahmen. Wir vereinbarten dann, daß die traumatischen Erfahrungen eher Platz in der Einzelarbeit haben sollten, die Gabi den Frauen anbot. Das war, finde ich, eine gute Aufteilung. In der Gruppe haben wir mit Bewegungsübungen, Imaginationen oder Malen gearbeitet, aber auch durch psychodramatische Symbolarbeit die eigenen Ressourcen bewußt gemacht. Wir haben den Frauen vermittelt, wie sie sich selbst beruhigen und unterstützen können, und ihnen Informationen über die Wirkungsweise von Trauma und den Heilungsprozeß gegeben, damit sie ihre eigenen Reaktionen besser verstehen konnten. Ein wichtiger Teil der Gruppenarbeit waren aber auch Selbsterfahrungsspiele, die die Frauen mit Begeisterung spielten. Wir hatten so viel Spaß miteinander - meine Güte, was haben wir gelacht!
Was siehst Du als Erfolg bzw. Ergebnis Eurer Arbeit - sowohl mit den jungen als auch den älteren Frauen während dieser zwei Wochen im SEKA-Haus?
Vahida S.-B.: Bei der Untergruppe der Mädchen bzw. jungen Frauen sehe ich als Erfolg, daß es uns gelungen ist, trotz der recht großen Unterschiede im Alter und in den Erfahrungen in relativ kurzer Zeit eine Gruppe zu formieren. Es gelang uns, eine offene Atmosphäre zu schaffen, die dann auch ermöglichte, daß die erwähnten Konflikte angesprochen werden konnten. Wir haben die Mädchen darin unterstützt, direkt zu kommunizieren, ihre Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse auszudrücken, Grenzen deutlich zu machen. Die Mädchen sind sich ihrer selbst viel mehr bewußt geworden, haben begonnen, Verantwortung für sich, ihr Handeln, ihre Bedürfnisse zu übernehmen. Wir haben ihnen ermöglicht, sich sowohl in der Gruppe als auch in der Einzelarbeit mit Themen auseinander zusetzen, die sie in diesem Alter sehr beschäftigen, wie das Verhältnis zum eigenen Körper, Beziehung zu den Eltern, zu Gleichaltrigen, Umgang mit Gefühlen, mit Ängsten und vieles mehr. In der Einzelarbeit war es für sie möglich, sich sowohl von traumatischen Erlebnissen zu entlasten, als auch an der Lösung von konkreten Problemen zu arbeiten.
Ich glaube, das Wichtigste für die Mädchen war, daß jemand ihnen wirklich zuhörte, ihre Probleme ernst und wichtig nahm, sie aber gleichzeitig ermutigte, ihre eigenen Lösungen zu finden, sich selbst etwas zuzutrauen. Und ich denke, es war auch eine sehr wichtige Erfahrung für sie zu erleben, daß Konflikte sich konstruktiv lösen lassen und daß wir dadurch wachsen können, daß Beziehungen durch die Offenlegung und Bewältigung von Konflikten ehrlicher und befriedigender werden können.
In der Arbeit mit den älteren Frauen sehe ich als Erfolg einerseits einfach die Tatsache, daß wir (als SEKA-Team) den Frauen eine Zeit wirklicher physischer und psychischer Erholung bieten konnten. Daß die Frauen erleben konnten, daß es noch etwas anderes im Leben gibt als Sorge, Schmerz, Angst, Mühsal und Mangel. Daß das Leben auch Freude, Genuß, Leichtigkeit und Spaß sein kann. Wir haben sie verwöhnt und ich freue mich sehr, daß sie das so annehmen konnten. Sowohl Gruppen- als auch Einzelarbeit oder Einzelgespräche ermöglichten ihnen, sich von schmerzhaften Erfahrungen zumindest teilweise zu entlasten, oder aktuelle Probleme zu bearbeiten. Ich fand es ganz erstaunlich, wie sehr sie sich in der kurzen Zeit geöffnet haben.
Die Gruppenarbeit trug außerdem sehr dazu bei, daß die Frauen sich untereinander besser kennenlernten, Freundschaften entwickelten und ein Netz der Unterstützung für ihren Alltag zu Hause gewirkt haben.
Die Gruppe, mit der Du gearbeitet hast, bestand aus Frauen / Mädchen aus drei unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen: Bosniakinnen, Kroatinnen und Serbinnen. Die meisten der Frauen kannten sich vor dem Aufenthalt im SEKA-Haus nicht. Wie war das Verhältnis zwischen den Frauen der unterschiedlichen Untergruppen? Gab es diesbzgl. irgendwelche Spannungen oder Konflikte? Wie seid ihr dem in Eurer Arbeit begegnet?
Vahida S.-B.: Es war ganz verblüffend, diesbezgl. gab es überhaupt keine Konflikte. Vielleicht in den beiden ersten Tagen war da ein wenig Angst und Vorsicht zu spüren, insbesondere von den serbischen Frauen und Mädchen, ob die anderen sie akzeptieren würden. Aber das hat sich schon allein durch die Atmosphäre in Kuca SEKA ganz schnell aufgelöst. Diesen Geist von Kuca SEKA: "Jede ist hier willkommen" haben die Frauen sehr stark empfunden. Aber, besonders die älteren, haben auch selbst schon so eine Haltung mitgebracht - trotz allem, was sie erlebt hatten: "Ich bin in Ordnung und ich kann die anderen akzeptieren!"
Allerdings denke ich, daß es für alle eine wunderbare Gelegenheit war, die Frauen "von der andern Seite" direkt kennenzulernen, zu hören und zu spüren - besonders in der Gruppenarbeit - welche Erfahrungen sie im Krieg gemacht hatten, welche Probleme sie heute haben und wie sie mit all dem fertig werden. Dadurch wuchs die Achtung vor jeder Einzelnen, egal welcher "Entität" sie angehörte. Und es wurde deutlich wie viele ähnliche Erfahrungen sie gemacht hatten.
Für mich war es auch sehr schön zu hören, wie die Frauen darüber sprachen, was ihnen im Leben wirklich wichtig ist, das waren die gleichen menschlichen Werte: Achtung, Wertschätzung, Mitgefühl und Liebe.
Besonders im Gedächtnis sind mir die Rückmeldungen mehrerer Frauen am Ende einer Gruppenstunde: "Ihr seid mir so nah und vertraut wie meine liebsten Familienangehörigen." oder "Ich hätte nie für möglich gehalten, daß ich mich so vertraut fühlen kann mit Menschen, die ich vor ein paar Tagen noch nicht gekannt habe." oder: "Über diese Dinge, die ich Euch hier erzählt habe, habe ich noch nie mit jemandem gesprochen. Darüber kann ich mit niemandem in meinem Umfeld sprechen."
Was war für Dich das Schönste, was das Schwerste in dieser Zeit? Was hat Dir geholfen?
Vahida S.-B.: Das Schwerste während dieser Zeit waren für mich schon die Konflikte unter den Mädchen. Es -verlangte von uns selbst große Offenheit und Klarheit, und gleichzeitig die Balance zu finden zwischen Si-cherheit bieten und Grenzen setzen und andererseits -Freiheit geben. Für jede von ihnen hatte dieser Konflikt eine ganz existentielle Bedeutung, da war so viel reinverwoben ...
Geholfen hat mir in dieser Situation und überhaupt der Austausch mit den Kolleginnen: Wir haben uns immer nach den Gruppenstunden bzw. in Krisensituationen besprochen. Auf diese Art konnte ich mich entlasten oder mir z.B. auch Sicherheit für die Weiterarbeit holen. Die Gespräche halfen mir, Abstand zu bekommen und die Situation einzuschätzen. Über manches konnten wir dann auch einfach lachen. Wir haben uns auch regelmäßig -jeden Morgen kurz besprochen und den Tag geplant. Diese gute Zusammenarbeit im Team war für mich sehr wichtig ...
Das Schönste war für mich der Abend mit der Gruppe der älteren Frauen, als wir das Selbsterfahrungsspiel "Was wäre sie, wenn sie eine Blume (ein Tier, eine Landschaft ....) wäre?" gespielt haben. Ich fand es wunderschön, mit welcher Wärme, Einfühlung aber auch Kreativität die Frauen sich gegenseitig beschrieben. Aber auch welchen Witz und Humor sie zeigten. Ich habe selten soviel aus vollem Herzen gelacht. Eine der Frauen sagte: "Ich habe mich nicht mehr so fröhlich und leicht gefühlt, seit ich 15 war." Und so ein Gefühl hatte ich auch, als ob wir alle eine Bande von ausgelassenen 15jährigen wären. Ich werde diesen Abend nie vergessen.
Wie empfindest Du generell dieses Konzept der psychologisch-pädagogisch begleiteten Erholungsaufenthalte von Kuca SEKA? Denkst Du, das ist in dieser Form sinnvoll? Oder wäre es besser, etwas zu verändern, wenn ja, was?
Vahida S.-B.: Ich komme selbst aus Bosnien und weiß daher sehr gut, wie furchtbar schwer das Leben für die meisten Frauen dort ist. Die Erholungsaufenthalte in Kuca SEKA sind für diese Frauen aus den Kriegsgebieten die einzige Möglichkeit weit und breit, gemeinsam mit ihren Kindern Entlastung und Erholung zu erfahren.
Das Konzept von Kuca SEKA finde ich außerordentlich: die Kombination von Erholung und psychologischer Hilfe, sowie Arbeit mit den Kindern. Erholung allein wäre überhaupt nicht so wirksam. Erst dadurch, daß die Frauen sich entlasten können, ist es ihnen möglich, sich auch wirklich zu erholen. Und wie ich schon gesagt habe, besonders gefällt mir, daß das SEKA-Team die Angebote für jede Gruppe ganz an den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Frauen und Kinder ausrichtet. Da gibt es keinen rigiden Plan oder irgend ein Programm - und das gibt den Frauen dieses Gefühl von Freiheit und Selbstbestimmung, was manche zum ersten Mal in ihrem Leben überhaupt erleben.
Ich finde, es ist so dringend notwendig, daß SEKA noch lange diese Art Erholungsaufenthalte anbieten kann. Ich wünsche mir, daß genügend Geldgeber bereit sind, das zu finanzieren. Für die Frauen und Kinder aus den Kriegsgebieten ist das mehr als ein Lotteriegewinn.
Für mich ist SEKA überhaupt ein einzigartiges Projekt. Ich wünsche mir, daß es ewig bestehen könnte. Ich freue mich über jede Gelegenheit, dort mitzuarbeiten. Ich empfinde das gar nicht so sehr als Arbeit, weil es mir so viel Freude und Befriedigung gibt. Das wichtigste ist für mich aber, glaube ich, die Freiheit, die ich in SEKA fühle.